Cyber Mobbing - Anti-Mobbing-Zollernalb

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Cyber Mobbing

Mobbing

Eine neue Form der Gewalt… CYBERMOBBING!

Cybermobbing ist eine Sonderform des Mobbings und weist im Grunde die gleichen Tatmerkmale auf wie normales Mobbing. Lediglich die Methoden sind anders, es werden die aktuellen Techniken der Internet- und Mobiltelefondienste zum Verleumden, Bloßstellen und Schikanieren der Opfer genutzt. Schüler werde genauso wie Lehrer an den weltweiten – öffentlichen Cyber-Pranger gestellt. Weil dabei kein direkter Kontakt mehr notwendig ist, sinkt die Hemmschwelle erheblich. Die multimediale Ausstattung der Smartphones mit Foto- und Videokamera, Sprachaufzeichnung und Internetzugang ermöglicht es den jugendlichen Tätern aus der „Ferne“ des WWW (World Wide Web) andere mit Häme und Spott zu überziehen.
Per  E-Mail, sozialen Netzwerken wie Facebook, Diskussions- foren, Gästebücher und Boards, Video- und Fotoplattformen, werden Mobiltelefone und normale PC’s für Mobbingaktivitäten genutzt. Dabei werden die Opfer mit Anrufen, SMS, MMS oder E-Mails tyrannisiert. Die Täter(innen) finden im Internet zudem ein großes Publikum: Tausende Menschen können die Taten verfolgen, sie kommentieren oder unterstützen. Die veröffentlichten Texte, Fotos oder Videos werden durch andere Personen weiterverbreitet und somit weiteren Menschen- evtl. weltweit zugänglich gemacht.

 

Umfang und Auswirkungen der Veröffentlichungen zum Nachteil des Opfers sind somit weder zu steuern, noch sind sie überschaubar. Da das Internet nichts vergisst, also selbst gelöschte Inhalte immer wieder auftauchen können, ist es möglich, dass das Opfer selbst nach einer Beendigung des Konfliktes mit dem Täter immer wieder mit den Veröffentlichungen konfrontiert wird.
Oft sind sich die Cyber-Mobbing Täter nicht bewusst, dass sie sich strafbar machen und fallen aus allen Wolken, wenn die Polizei nach einer Strafanzeige vor der Türe steht. Die Aussage "Das war doch nicht ernst gemeint, das war nur Spaß" verdeutlicht immer wieder, dass den  jungen Menschen sehr oft das notwendige Unrechtsbewusstsein und damit die erforderliche Sensibilität für ihr eigenes Handeln fehlt.


Tipps für Eltern

Ob ein Kind von Mobbing betroffen ist, können Eltern oft schwer erkennen, da Cybermobbing "unsichtbar" im PC oder auf dem Handy stattfindet und die Kinder aus Scham schweigen.

Bei folgenden Hinweisen sollten Sie als Eltern hellwach werden:

Ihr Kind meidet plötzlich den PC oder das Handy, Ihr Kind geht nicht mehr gerne in die Schule, Ihr Kind ist öfter krank (Kopfweh, Bauchschmerzen), Freunde kommen weniger zu Besuch oder es finden kaum noch Treffen statt.

Was tun, wenn Ihr Kind von Cybermobbing betroffen ist?

Werden Sie umgehend aktiv. Reden Sie vertrauensvoll mit Ihrem Kind und bringen Sie in Erfahrung, was passiert ist. Zeigen Sie ihrem Kind, dass es immer mit Ihnen über seine Probleme reden kann. Reagieren Sie nicht übereilt, indem Sie ein Handyverbot aussprechen oder die Internetnutzung verbieten. Es ist besser für die Kinder, in ihrer Scham über das geschehene mit den eigenen Eltern zu reden,  als mit Fremden.

• Falls Cybermobbing vorliegt, wenden Sie sich an die Fachleute (Expertenrat in Anspruch nehmen,  Online-Hilfen, Polizei kontaktieren, Mobbing-Berater, Schulpsychologe usw.)

• Ist der Täter/die Täterin bekannt, nehmen Sie Kontakt zu diesem auf. Fragen Sie nach den Gründen und zeigen Sie auf, wie sich Ihr Kind fühlt. Ist der Mobber selbst noch ein Kind, sprechen Sie mit den Eltern. Fordern Sie diese klar auf, Sorge zu tragen, dass das Mobben sofort aufhört.

• Informieren Sie wichtige Bezugspersonen und -orte Ihres Kindes wie Klassenlehrer, Schulleitung oder Sportvereine und entwickeln Sie mit diesen gemeinsam eine Strategie gegen das Mobben.

• Erklären Sie Ihrem Kind, dass es nicht zurück mobben soll, das verschärft die Situation nur. Nutzen Sie die Hilfsfunktionen der Sozialen Netzwerke, E-Mail-Anbieter oder Webseiten, um den Teufelskreis des Cybermobbing zu stoppen (Meldefunktionen, Blockieren von E-Mail-Adressen, Wechsel von Passwörtern, und vieles mehr).

• Sichern Sie Beweise, zum Beispiel Einträge in Sozialen Netzwerken mit Screenshots. Löschen Sie keine E-Mails oder Einträge, sie dienen als Beweismaterial. Drucken Sie alle E-Mails und Einträge aus! Lassen Sie ihr Kind ein Mobbingtagebuch führen!

• Bei schweren Fällen von Cybermobbing, bei massiven Beleidigungen und Bedrohungen etc., sollten Sie die Polizei einschalten. Je nach Art des Mobbings kann aus unterschiedlichen Gründen straf- oder zivilrechtlich vorgegangen werden. Cybermobbing ist strafbar! (StGB). Bei Mobbingtätern, die mindestens 14 Jahre hilft sehr oft nur eine Strafanzeige!

• Um Cybermobbing zu vermeiden, ist es wichtig, Kinder aufzuklären und Werte wie Respekt und Achtung voreinander zu vermitteln. Thematisieren Sie Cybermobbing im Bekanntenkreis und auf Elternabenden. Lehrer, Eltern und Schüler können beispielsweise gemeinsame Standpunkte, Präventionsmaßnahmen und Anlaufstellen in die Schulordnung aufnehmen.

• Überlegen Sie zusammen mit den Kindern, welche Informationen sie über sich ins Internet stellen. Wenn die Täter viele Informationen finden, haben sie viele Ansatzpunkte zum Mobben.

Nützliche Infos und Links:

"Escape the fate"
ein Film zeigt Wege aus dem Cybermobbing
Entstanden ist der Film zum Thema Cyber-Mobbing in der Außenstelle Kronach/Kulmbach/Lichtenfels nach einer Idee von dem damaligen Außenstellenleiter Alfons Hrubesch. Unterstützt von WR-Mitarbeiter Peter Bürgin und einem großen Kreis begeisterter Schüler und Erwachsener. Der Film dient als Arbeitsgrundlage zum Austausch über die Problematik, zum Erarbeiten von Lösungsstrategien. Der DVD ist ein Begleitheft für Lehrer beigefügt mit Hintergrundinformationen zum Thema.
Interessierte Schulen und Vereine können die DVD mit Begleitheft gerne kostenlos anfordern unter der Adresse:


Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
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Sicherheit in der Informationstechnik ist wichtig. Das ist eine der wichtigen Aufgaben vom BSI.

Warum ist das wichtig?  Das Benutzen von Internet, Computer und Smartphone hat viele Vorteile.
Zum Beispiel machen Sie das Leben bequemer. Aber:  Es gibt auch viele Gefahren. Sie sollten die Gefahren kennen.

 
 
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